Häufige Fragen

Cowpassion ist angelehnt am Wort „Compassion“, was Mitgefühl bedeutet. Cowpassion steht für

  • Mitgefühl zwischen Menschen im Sinne von Fairtrade
  • Mitgefühl zwischen Mensch und Tier; für einmal angefangen bei Kühen

Wir berücksichtigen die natürlichen Bedürfnisse der Kühe – das Bedürfnis nach Bewegung und das Bedürfnis nach Ausleben ihres sozialen Verhaltens.

Das heisst zum Beispiel

  • Kühe und Kälber dürfen auf die Weide
  • Kühe und Kälber sind nicht angebunden, sondern haben einen Laufstall
  • Die Kälber dürfen bei ihren Müttern saugen und werden von ihnen liebevoll umsorgt
  • Es werden Lösungen zur Finanzierung von Altersweiden entwickelt

Lange Zeit herrschte Unsicherheit über die rechtliche Lage. Die SP-Nationalrätin Martina Munz hat mit der Motion 18.3849 Klarheit geschaffen https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20183849

Die Motion wurde angenommen und das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV hat die entsprechende Verordnung im Mai 2019 angepasst und die Vernehmlassung dazu durchgeführt. Das Echo war sehr positiv. Die Verordnung wird bald rechtskräftig umgesetzt.

Damit wird geklärt, dass das Saugen vor dem Melken auch in der Schweiz erlaubt ist. In umliegenden Ländern wie zum Beispiel Deutschland ist diese Milch bereits im Handel erhältlich.

Nicht ganz. Cowpassion will noch einen Schritt weiter gehen als Bio. Die biologische Produktion schont den Boden und ist klimafreundlich. Bei Bio ist aber die Trennung von Mutter und Kalb erlaubt. Die Kälber dürfen in Einzeliglus gehalten werden. Hier unterscheidet sich Cowpassion von Bio, denn Cowpassion geht für die Tiere einen Schritt weiter und lässt die Mütter ihre Kälber umsorgen und säugen.

Es gibt in der Schweiz eine Verordnung zur Produktion biologischer Lebensmittel. Bei der Produktion von Cowpassion-Milchprodukten wird diese Bio-Verordnung https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19970385/index.html

eingehalten. Die Verordnung regelt beispielsweise den Verzicht auf synthetische Pflanzenschutzmittel.

Die Anforderungen an eine tierfreundlichere Produktion führen zu höheren Kosten. Wir wollen einen fairen Lohn für die Bäuer*innen und bezahlen die vollen Kosten der tierfreundlicheren Produktion.

Nein, bei der Ammenhaltung saugt das Kalb nicht bei seiner Mutter, sondern bei einer anderen Kuh. Diese andere Kuh wird Amme genannt und säugt meist mehrere Kälber. Bei der Ammenhaltung wird das Kalb von der Mutter weggenommen.

Bei der Mutter-Kalb-Haltung, wie sie bei Cowpassion praktiziert wird, werden Mutter und Kalb nicht getrennt. Das Kalb darf bei seiner Mutter saugen.

Für die Gewinnung von Milch muss grundsätzlich keine Kuh getötet werden. Wer kein Fleisch konsumiert, sondern lediglich Milchprodukte, schafft keine Nachfrage nach Fleisch. Da langfristig auf dem Markt nur das produziert wird, was nachgefragt wird, können Milchprodukte als vegetarisch bezeichnet werden. Allerdings wird in den heute üblichen Milchproduktionssystemen gleichzeitig Fleisch produziert. Zum einen werden «alte», nicht mehr hochproduktive Kühe geschlachtet, zum andern werden nicht alle Kälber für die Zucht benötigt, und somit werden auch Kälber geschlachtet. Es gibt spannende Forschungsarbeiten, wonach eine Kuh nicht jedes Jahr ein Kalb haben muss, damit sie Milch geben kann. Es ist somit durchaus möglich, dass sich ein System entwickeln wird, bei welchem nur so viele Kälber auf die Welt kommen, wie erforderlich sind, um die Herde aufrecht zu erhalten.

Wir verfolgen diese Forschungsarbeiten und werden sie so bald als möglich unter Wissen aufschalten.

Bezieht man das «für Vegetarier vertretbar» auf die Haltungsbedingungen der Kühe und Kälber:

Bisherige Labels erlauben die Trennung von Mutter und Kalb und werden daher den Ansprüchen an eine tierfreundliche Haltung kaum gerecht. Bei Cowpassion ist die Einzelhaltung von Kälbern in Iglus nicht erlaubt und der Kontakt zwischen Mutter und Kalb ist eine Kernanforderung. Die Mutter versorgt das Kalb beim Säugen mit den nötigen Abwehrstoffen und umsorgt es liebevoll.