Häufige Fragen

Allgemein

Cowpassion ist angelehnt am Wort „Compassion“, was Mitgefühl bedeutet. Cowpassion steht für

  • Mitgefühl zwischen Menschen im Sinne von Fairtrade
  • Mitgefühl zwischen Mensch und Tier; für einmal angefangen bei Kühen

Cowpassion ist das erste Label der Schweiz, bei welchem die Mutter ihr Kalb mit viel Hingabe aufziehen darf. Bei allen anderen bekannten Labels ist die Trennung von Mutter und Kalb erlaubt (siehe auch unser Beitrag über Haltungsvorschriften).
Es gibt erst eine Handvoll landwirtschaftliche Betriebe in der Schweiz, welche MuKa-Haltung betreiben. Einer von ihnen stellt im Trub im Emmental schmackhaften Käse her. Bei Cowpassion hast du erstmals die Möglichkeit, diesen Käse aus MuKa-Haltung online zu bestellen.
Unser Truber Käse ist ein echtes Naturprodukt. Die Kühe fressen das saftige Gras auf den Weiden in den Bergen – und da die Zusammensetzung der Flora von Jahreszeit zu Jahreszeit variiert, ist auch jeder Käse einzigartig.

Die Anforderungen an eine tierfreundlichere Produktion führen zu höheren Kosten. Wir wollen einen fairen Lohn für die Bäuer*innen und bezahlen die vollen Kosten der tierfreundlicheren Produktion.

Wir berücksichtigen die natürlichen Bedürfnisse der Kühe – das Bedürfnis nach Bewegung und das Bedürfnis nach Ausleben ihres sozialen Verhaltens.

Das heisst zum Beispiel

  • Kühe und Kälber dürfen auf die Weide
  • Kühe und Kälber sind nicht angebunden, sondern haben einen Laufstall
  • Die Kälber dürfen bei ihren Müttern saugen und werden von ihnen liebevoll umsorgt
  • Es werden Lösungen zur Finanzierung von Altersweiden entwickelt

In der Praxis ist es umstritten, ob es ohne gegenseitige Verletzungen der Kühe möglich ist, behornte Kühe in einem Laufstall zu halten. Wir gewichten die Möglichkeit für die Kuh, sich frei zu bewegen, höher als die Regelung, dass alle Kühe Hörner haben müssen. Wir schreiben daher nicht vor, dass die Kühe Hörner haben müssen. Aber wir schreiben vor, dass die Kühe in einem Laufstall (also ohne Anbindung) gehalten werden müssen und während der Weidesaison natürlich auf der Weide. Es gibt heute Tiere, welche genetisch hornlos sind, also keine Hörner entwickeln. Diese wurden so gezüchtet und müssen nicht enthornt werden. Siehe dazu auch diesen Artikel.
Unser Produktionsreglement erlaubt folgende Haltungen: Behornte Tiere, genetisch hornlose Tiere und unter Schmerzausschaltung enthornte Tiere.

Nein, bei der Ammenhaltung saugt das Kalb nicht bei seiner Mutter, sondern bei einer anderen Kuh. Diese andere Kuh wird Amme genannt und säugt meist mehrere Kälber. Bei der Ammenhaltung wird das Kalb von der Mutter weggenommen.

Bei der Mutter-Kalb-Haltung, wie sie bei Cowpassion praktiziert wird, werden Mutter und Kalb nicht getrennt. Das Kalb darf bei seiner Mutter saugen.

Siehe auch unsere Begriffsdefinitionen.

Lange Zeit herrschte Unsicherheit über die rechtliche Lage. Die SP-Nationalrätin Martina Munz hat mit der Motion 18.3849 Klarheit geschaffen.

Die Motion wurde angenommen und das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV hat die entsprechende Verordnung im Mai 2019 angepasst und die Vernehmlassung dazu durchgeführt. Das Echo war sehr positiv. Die Verordnung wird bald rechtskräftig umgesetzt.

Damit wird geklärt, dass das Saugen vor dem Melken auch in der Schweiz erlaubt ist. In umliegenden Ländern wie zum Beispiel Deutschland ist diese Milch bereits im Handel erhältlich.

Tatsächlich trinkt ein Kalb mehr, wenn es saugen darf, als wenn es Milch aus einem Eimer erhält. Es trinkt jedoch nicht alle Milch der Mutter, denn unsere heutigen Milchkühe sind so gezüchtet worden, dass sie viel mehr Milch geben als ein Kalb trinkt. Wir haben also noch genügend Milch, um unseren schmackhaften MuKa-Käse herzustellen.
Für den Bauern bedeutet die MuKa-Haltung jedoch, dass er weniger Milch verkaufen kann, weil die Kälber mehr Milch trinken. Aus diesem Grund muss der Milchpreis für MuKa-Milch höher sein. Aufgrund des höheren Milchpreises ist auch der Preis vom MuKa-Käse höher als der Preis eines “normalen” Käses bei einem Grossverteiler. Der Mehrpreis lohnt sich für alle: glückliche Kühe, gesunde Kälber und für die Konsumentinnen ein Genuss mit gutem Gewissen.

Nicht ganz. Cowpassion will noch einen Schritt weiter gehen als Bio. Die biologische Produktion schont den Boden und ist klimafreundlich. Bei Bio ist aber die Trennung von Mutter und Kalb erlaubt. Die Kälber dürfen in Einzeliglus gehalten werden. Hier unterscheidet sich Cowpassion von Bio, denn Cowpassion geht für die Tiere einen Schritt weiter und lässt die Mütter ihre Kälber umsorgen und säugen.

Es gibt in der Schweiz eine Verordnung zur Produktion biologischer Lebensmittel. Bei der Produktion von Cowpassion-Milchprodukten wird diese Bio-Verordnung eingehalten. Die Verordnung regelt beispielsweise den Verzicht auf synthetische Pflanzenschutzmittel.

Der MuKa-Käse von Cowpassion erfüllt die hohen ökologischen Anforderungen der Bio-Verordnung. Cowpassion-Käse ist somit auch Bio-Käse, einfach mit einem Plus beim Tierwohl: Bei Cowpassion darf jedes Kalb bei seiner Mutter saugen. Das kalbt trinkt in der MuKa-Haltung mehr, als wenn es die Milch aus einem Eimer erhalten würde.

Das heisst, dass die Bäuer*innen weniger Milch haben, welche sie verkaufen können. Daher erhalten Cowpassion-Produzenten einen höheren Milchpreis, was sich auch auf den Käsepreis auswirkt.

Unser Truber Käse ist ein echtes Naturprodukt. Die Kühe fressen das saftige Gras auf den Weiden in den Bergen – und da die Zusammensetzung der Flora von Jahreszeit zu Jahreszeit variiert, ist auch jeder Käse einzigartig. Auch das Alter des Käses kann von Lieferung zu Lieferung etwas variieren.

Ja, Käse ist von Natur aus nach einiger Zeit Reifung Laktosefrei. Du kannst also ohne weiteres unseren MuKa-Käse geniessen.

Ja, man kann den Käse auch einfrieren. Wir haben das selber schon ausprobiert.

Für die Gewinnung von Milch muss grundsätzlich keine Kuh getötet werden. Wer kein Fleisch konsumiert, sondern lediglich Milchprodukte, schafft keine Nachfrage nach Fleisch. Da langfristig auf dem Markt nur das produziert wird, was nachgefragt wird, können Milchprodukte als vegetarisch bezeichnet werden. Allerdings wird in den heute üblichen Milchproduktionssystemen gleichzeitig Fleisch produziert. Zum einen werden «alte», nicht mehr hochproduktive Kühe geschlachtet, zum andern werden nicht alle Kälber für die Zucht benötigt, und somit werden auch Kälber geschlachtet. Es gibt spannende Forschungsarbeiten, wonach eine Kuh nicht jedes Jahr ein Kalb haben muss, damit sie Milch geben kann. Es ist somit durchaus möglich, dass sich ein System entwickeln wird, bei welchem nur so viele Kälber auf die Welt kommen, wie erforderlich sind, um die Herde aufrecht zu erhalten.

Wir verfolgen diese Forschungsarbeiten und werden sie so bald als möglich unter Wissen aufschalten.

Bezieht man das «für Vegetarier vertretbar» auf die Haltungsbedingungen der Kühe und Kälber:

Bisherige Labels erlauben die Trennung von Mutter und Kalb und werden daher den Ansprüchen an eine tierfreundliche Haltung kaum gerecht. Bei Cowpassion ist die Einzelhaltung von Kälbern in Iglus nicht erlaubt und der Kontakt zwischen Mutter und Kalb ist eine Kernanforderung. Die Mutter versorgt das Kalb beim Säugen mit den nötigen Abwehrstoffen und umsorgt es liebevoll.

Wir testen im Moment als Pilotbetrieb den Verkauf unseres MuKa-Käses im q-Laden in der Lorraine in Bern (www.q-laden.ch, Quartierhof 1, 3013 Bern), welcher auch als Pickup Point für online Bestellungen dient.

Bestellungen

Die Bestellungen werden nach der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Sobald kein Truber Käse mehr lieferbar ist, eröffnen wir eine Warteliste und starten die Suche nach weiteren MuKa-Produzenten und Verarbeitungspartnern. Jede Bestellung ist ein starkes Signal und ermutigt Bäuer*innen, die anspruchsvolle Umstellung auf MuKa-Haltung zu wagen. Du wirst per Mail informiert, wann die Lieferung erfolgt oder ob deine Bestellung auf der Warteliste ist.

Du wählst eines unserer Angebote im Markt aus, legst es in den Warenkorb und bezahlst mit deiner gewünschten Zahlungsart. Sobald der Zahlungseingang bei uns erfolgt ist, erhältst du eine Bestellbestätigung und deine Bestellung wird am darauffolgenden Liefertermin ausgeliefert.

Du kannst mit PostFinance Card, Visa oder Mastercard und Twint bezahlen. Die verfügbaren Zahlungsarten werden dir automatisch angezeigt.

Wir sind ein ganz kleines Team und versuchen, den Aufwand für die administrativen Arbeiten so klein wie möglich zu halten. Wir haben das Ziel, möglichst viele Betriebe zum Umstellen bewegen zu können. Pro Milchbetrieb sind mehrere Hundert bis Tausend Kunden erforderlich, je nach Grösse des Betriebs. Wir freuen uns, dass die Nachfrage stetig wächst, jedoch können wir das nicht manuell handeln. Daher bieten wir als Zahlungswege TWINT, Kreditkarte oder Postcard, bei welchen der Prozess automatisiert abläuft. Damit können wir mehr Zeit im Stall bei den Kühen verbringen oder die sie nutzen, um neue Betriebe von der MuKa-Haltung zu überzeugen, anstelle von im Büro zu sitzen.

Falls du keine der angegbenen Zahlungsarten hast, kennst du vielleicht ein*e Kolleg*in, welche TWINT, Postcard oder eine Kreditkarte hat und vielleicht sogar gleich für beide bestellen möchte? Dann könnt ihr euch erst noch die Versandkosten teilen.

Vielen Dank für dein Verständnis!

Wir wollen die Kosten für die Administration möglichst tief halten. Bei Bezahlung auf Rechnung fällt ein beträchtlicher Aufwand an für die Bearbeitung ausstehender Forderungen.

Die angebotenen Zahlungsarten sind sicher und entsprechen den gesetzlichen Vorgaben.

Die Lieferung erfolgt nach dem Zahlungseingang. Die erste Lieferung erfolgt in der Kalenderwoche 50 (ab 09.12.2019). Anschliessend liefern wir in monatlichen Abständen. Für 2020 suchen wir für Bern einen ersten Pick-up-Point. Im Juli und August erfolgen aufgrund der hohen Temperaturen keine Lieferungen, das Abo läuft entsprechend zwei Monate länger.

Die Lieferung erfolgt als Paketversand mit der Schweizer Post und kostet CHF 9.- bis 2kg resp. CHF 10.70 ab 2kg. Für 2020 suchen wir für Bern einen ersten Pick-up-Point.